Häufig gestellte Fragen von Kaufinteressenten

Hier finden Sie eine Übersicht der am häufigsten gestellten Fragen:

Wie setzt sich das Hausgeld zusammen?

Hausgeld muss jeder, der eine Eigentumswohnung erwirbt, bezahlen. Neben den Betriebskosten muss zusätzlicher Aufwand
für die Instandhaltung und Verwaltung des Gebäudes kalkuliert werden. Zum Hausgeld gehören u.a. Kosten für Wasser,
Gebäudeversicherung, Fahrstuhl, Hausmeistertätigkeiten, Schornsteinfeger oder die Müllabfuhr.

Die Höhe des Hausgeldes wird von der Hausverwaltung anhand eines Wirtschaftsplans festgelegt. Mittels eines Verteilungsschlüssels
werden die Hausgeldkosten auf die Eigentümer umgelegt. Der Anteil ist abhängig von der Wohnfläche und dem Verbrauch jedes
Eigentümers. Am Jahresende müssen anhand der Abrechnung fehlende Beträge nachgezahlt oder Überschüsse zurückerstattet werden.

Unser Tipp: Beachten sie bei niedrigem Hausgeld den Zustand der Immobilie. Im schlimmsten Fall können nach dem Kauf sehr schnell
Reparaturkosten auf Sie zukommen. Daher ist es empfehlenswert, den Wirtschaftsplan zu prüfen, Gebäudeversicherungen zu vergleichen
und Handwerkerpreise zu ermitteln.

Welche Kaufnebenkosten gibt es?

Der Kaufpreis eines Hauses oder einer Wohnung ist nicht alles. Erfahrungsgemäß können verschiedene Kaufnebenkosten bis zu 15 % des Kaufpreises betragen. Neben der Courtage (Maklerprovision) muss mit weiteren Kosten für den Notar gerechnet werden. Diese betragen in der Regel 1% bis 1,5% des Kaufpreises.

Selbst der Kaufvertrag muss gesetzlich beglaubigt werden. Die Grundbucheintragung durch das Grundbuchamt wird mit rund 0,5% des Kaufpreises als eine weitere Kostenstelle zu den Kaufnebenkosten gezählt. Auch das Finanzamt fordert eine Grunderwerbsteuer. Je nach Bundesland werden hier zwischen 3,5% und 6,5% des Gesamtkaufpreises berechnet. Wird eine Wohnung oder ein Haus durch ein Darlehen finanziert, dürfen die Zinsen und Tilgungsraten nicht vergessen werden.

Unser Tipp: Informieren Sie sich vor dem Kauf über alle Kaufnebenkosten die auf Sie zukommen könnten. Gerne helfen wir von Feldbusch Immobilien Ihnen, alle versteckten Kosten aufzudecken und zusammen mit einem Notar alle rechtlichen Verpflichtungen zu erläutern. Der genaue Kaufpreis
kann unter Umständen beim Kauf von Einrichtungsgegenständen variieren und somit die Grunderwerbssteuer senken. Wir empfehlen, den richtigen Kaufpreis zusammen mit einem Notar oder Steuerberater zu ermitteln.

Wann wird die Provision fällig?

Was genau ist die "Courtage"? Anders formuliert ist es die Provision, die ein Immobilienmakler erhält, wenn er ein Haus oder eine Wohnung erfolgreich vermittelt hat. Die Courtage wird erst nach Geschäftsabschluss fällig - d.h. wenn ein Kauf- oder Mietvertrag unterzeichnet wurde. Im Vorfeld wird die Höhe der Provision zwischen dem Auftraggeber und dem Immobilienmakler schriftlich festgelegt.

Vorsicht hier: Ein solcher Vertrag ist nicht rechtlich vorgeschrieben, wird aber in der Regel schriftlich festgehalten.

Unser Tipp: Vereinbaren Sie schon im Vorfeld schriftlich die Höhe der Provision mit dem Makler.

Was ist der Energieausweis und warum ist er Pflicht?

Seit dem 01.05.2014 ist der Energieausweis Pflicht beim Verkauf oder der Vermietung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Der Energieausweis
dokumentiert die Energieeffizienz eines Hauses oder einer Wohnung um den Käufer oder Mieter vor hohen Kosten zu schützen.
Im Energieausweis wird Auskunft darüber gegeben, wie viel Energie für Warmwasser oder Heizung tatsächlich gebraucht wird.

Verschiedene farblich dargestellte Energieeffizienzklassen symbolisieren die Effizienz einer Immobilie. Je grüner die Energieeffizienzklasse, 
desto weniger Energie verbraucht das Gebäude.  Als Einheit wird hier Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (KfW/m²a) verwendet -
entweder als Energiebedarfs- (Bedarfsausweis) oder als Energieverbrauchskennwert auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs (Verbrauchsausweis). Der Energieausweis gibt auch Informationen über Modernisierungsmöglichkeiten und Vergleichswerte für ähnliche Gebäude.

Unser Tipp: Schon bei der ersten Besichtigung ist es ratsam, sich den Energieausweis zeigen, bzw. sich eine Kopie davon aushändigen zu lassen. Per Gesetzgeber haben Sie das Recht, Einblick in den Energieausweis zu bekommen um Objekte vergleichen oder mit in die Kaufentscheidung fließen lassen zu können.

Was beinhaltet ein korrektes Exposé?

Ein Exposé enthält - in digitaler oder gedruckter Form- alle Daten, Zahlen und Fakten zu einem Haus oder einer Wohnung. Den ersten Eindruck liefern meist professionell geschossene Fotos des Objekts. Zu den wichtigsten Daten gehören: Objektart, Miet- Kaufpreis, Nebenkosten, Bezugstermin, Wohnfläche, die Anzahl der Zimmer, das Baujahr oder Informationen zu zusätzlichen Ausstattungen wie z.B. ein Garagenstellplatz.

Ein gutes Exposé beinhaltet neben den Objektdaten auch Angaben zur Kaution oder der Maklerprovision. Mit der gesetzlichen Verpflichtung des Energieausweises müssen die wichtigsten Eckdaten auch im Exposé genannt werden. Zusätzlich sind in einem guten Exposé Informationen über die Lage und den Zustand der Immobilie zu finden.

Unser Tipp: Ein gutes Exposé erspart Ihnen schon vor dem Besichtigungstermin erfolglose Fahrten und Enttäuschungen. Achten Sie auf wichtige Details und Kriterien, die Ihre Kaufentscheidung beeinflussen könnten.

Worauf muss man bei der Finanzierung achten?

Der sicherste Weg ist, sich schon vor der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung mit dem Thema Immobilienfinanzierung auseinanderzusetzen. Um gute Finanzierungskonditionen zu erhalten, empfehlen Experten grundsätzlich zwischen 20 und 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital aufzubringen.

Es kann Sinn machen, einen Teil des Darlehens über einen Bausparvertrag zu finanzieren und zusätzlich einen Bankkredit aufzunehmen. Als Kapitalnehmer profitieren Sie von unterschiedlichen Laufzeiten mit verschiedenen Möglichkeiten eventueller Sondertilgungen und somit einer höheren Flexibilität.

Unser Tipp: Auch der Staat kann Zuschüsse freigeben. Informieren Sie sich über potenzielle Steuervorteile und lassen Sie sich von verschiedenen
Kreditinstituten zum Darlehen beraten. Verhandeln Sie mit dem Kreditinstitut über mögliche Sondertilgungen. Beispielsweise kann bei einer Erbschaft die Rückzahlungsphase deutlich verkürzt werden.

Welche Unterlagen werden für den Finanzierungsantrag benötigt?

Für einen Finanzierungsantrag benötigt die Bank Aufschluss über Ihre Kreditwürdigkeit und Nachweise zur Beleihbarkeit.
Für die Bonitätsprüfung bei Privatpersonen werden benötigt:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Nachweis über andere vorhandene Vermögenswerte (Wertpapierauflistungen und Abrechnungen, Mietverträge oder Rentenbescheide)
  • Aktueller Einkommenssteuerbescheid
  • Vorhandene Versicherungsverträge
  • Einkommensnachweise der letzten drei Monate

 Für Selbstständige oder Freiberufler:

  • BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung)
  • Den letzten Jahresabschluss
  • Die letzten zwei Einkommenssteuernachweise

Der Kreditnehmer muss einem Antrag einer Bonitätsprüfung bei der Schufa zustimmen. Darüber hinaus fordert die Bank weitere Informationen über die Immobilie oder das Grundstück. Die benötigten Unterlagen unterscheiden sich je nachdem, ob eine schon fertige Immobilie erworben wird oder ein Neubau bevorsteht.

Weitere Dokumente:

  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Wohnflächenberechnung
  • Baugenehmigung bei Neubau
  • Lageplan der Immobilie
  • Teilungserklärung
  • Im Fall eines Neubaus die Baubeschreibung
  • Gesamtkostenaufstellung
  • Einheitswertbeschreibung des Finanzamtes
  • Brandversicherungspolice

Unser Tipp: Kreditinstitute bieten unter Umständen auch noch andere Sachwerte als Kreditsicherheiten. Beispielsweise
zählen hierzu Bürgschaften anderer Personen, Wertpapiere oder Bausparverträge.

Kaufen oder Mieten?

Zu den größten Vorteilen eines Kaufs zählt die Möglichkeit, im Alter mietfrei wohnen zu können und das Eigenheim nach den eigenen Wünschen zu gestalten.
Beachten Sie hierbei, dass die Immobilie vor dem Eintritt in den Ruhestand abbezahlt ist. Der Erwerb einer Immobilie bringt langfristige
Verpflichtungen mit sich. Dazu zählen kontinuierliche Kosten für Steuern, Versicherungen, Instandhaltung und anfallenden Reparaturen.

Gegen das Eigenheim und zugunsten einer Miete sprechen allerdings auch viele Gründe:  Wer aus beruflichen oder privaten Gründen umziehen muss, profitiert hier von einer hohen Flexibilität und muss weniger Aufwand betreiben, ein neues Zuhause zu finden. Auch die vergleichsweise niedrigen Kosten einer Miete spielen bei der Entscheidung "Kaufen oder Mieten" eine wichtige Rolle.

Unser Tipp: Denken Sie langfristig! Lassen Sie auch eine eventuelle Familienplanung mit in Ihre Entscheidung fließen. Lassen Sie sich vor dem Kauf von bankenunabhängigen Experten beraten. Wenn die Zinsen niedrig sind und Eigenkapital vorhanden ist, raten wir generell zum Kauf eines Eigenheims. Außerdem darf der Wertzuwachs einer Immobilie nicht außer Acht gelassen werden.