Fehler #3 Fehlende Unterlagen

Ein Interessent kauft natürlich nicht einfach die Katze im Sack. Er möchte sich vorab genauestens über die Immobilie informieren, schließlich geht es um eine nicht unerhebliche Summe. Daher ist es wichtig, vor einem Termin sämtliche Unterlagen bereitzuhalten, damit Sie auf Fragen vorbereitet sind und keine Antwort schuldig bleiben. Doch die Menge an Dokumenten sollte nicht unterschätzt werden. Einige Unterlagen sind sogar Pflicht beim Hausverkauf und stehen unter gesetzlichen Vorschriften. Unvollständige Unterlagen führen immer zu einer Verzögerung des Verkaufsprozesses. Fakt ist: Mit einer gut sortierten Aktenmappe können Eigentümer den Interessenten schneller von der Qualität Ihrer Immobilie überzeugen. Je nach Objekt, Lage und Zweck gibt es für jede Immobilie individuelle Dokumente. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Unterlagen zum Objekt (Baupläne, Lageplan, etc.)
  • Energieausweis
  • Nebenkostenübersicht
  • Grundbuchauszug
  • Nachweise zu ggf. durchgeführten Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen
  • Versicherungsunterlagen (z. B. Brandschutzversicherung)
  • Exposé mit professionellen Bildern
  • Mietverträge / Pachtverträge
  • Abrechnungen und Protokolle der WEG
  • Etc.

Das Exposé – das Bewerbungsschreiben Ihrer Immobilie

Das erste was Kaufinteressenten in die Hände bekommen, ist das Exposé einer Immobilie. Sie fungiert als eine Art Steckbrief mit der Zusammenfassung aller relevanten Informationen und Daten. Neben allen grundlegenden Informationen enthält das Exposé auch Fotos des Gebäudes und der Anlage. Weitere Dokumente wie z. B. der Grundbuchauszug oder der Nachweis zu Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen müssen nicht unbedingt ins Exposé, sollten jedoch spätestens bei einem Besichtigungstermin oder auf Nachfrage vorgelegt werden können. Meistens finden sich alle Antworten, auf die Rückfragen von Kaufinteressenten, in den Unterlagen. Das bedeutet: Mit vollständigen Unterlagen beschleunigen Sie automatisch den Verkaufsprozess Ihrer Immobilie. Wichtig dabei ist, dass Sie nur Kopien der Dokumente übergeben und die Originalen für sich behalten.

Auch ist zu beachten, dass der Notar andere Unterlagen benötigt als der Kaufinteressent. Im Normalfall wählt der Käufer einen Notar aus, welchem dann für die Erstellung des Kaufvertrags die erforderlichen Unterlagen durch den Verkäufer übermittelt werden müssen.

Auch Ihr Immobilienmakler wird, wenn er professionell arbeitet, aussagefähige und verkaufsfördernde Unterlagen über das Objekt bereithalten, um potenziellen Käufern somit die Entscheidung zu erleichtern. Sie erkennen einen guten Immobilienmakler daran, dass er sich zunächst die Unterlagen bei Ihnen besorgt. Sie sollten sich also fragen, welche Informationen die Käufer haben wollen, welche Unterlagen Sie benötigen und wann diese ausgehändigt werden sollten. Ein professioneller Makler wird Ihnen eine Liste mit den notwendigen Unterlagen aushändigen und Ihnen mitteilen, welche Unterlagen der Notar benötigt und woher Sie diese bekommen. Zudem wird er ihnen Rat geben, woher Sie diese Unterlagen besorgen können. Er wird Ihnen einen Großteil der Arbeit abnehmen und selbst tätig werden, um für eine schnelle Abwicklung und die Vollständigkeit aller Unterlagen zu sorgen.