Fehler #5 Falsche Hoffnungen

Private Verkäufer neigen dazu, die Immobilie in blühender Sprache zu präsentieren. So können bei Kaufinteressenten sehr schnell Erwartungen geweckt werden, die sich im Nachgang als falsch erweisen. Das kann sehr schnell zum Scheitern des gesamten Verkaufs führen. Dabei reden Sie Mängel schön oder lassen diese Informationen komplett weg. Da der Erstkontakt in der Regel immer per Telefon geschieht, ist der Interessent erst einmal auf die Aussagen des Verkäufers angewiesen. Das Problem hierbei: Was für den einen schön ist, muss noch lange nicht den Geschmack eines anderen treffen. Emotionen wecken ist zwar gut, aber das sollte auch sachlich korrekt ablaufen.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“

Man kennt es bestimmt von Handelsplattformen wie eBay & Co., wenn einem ein gebrauchtes und scheinbar makelloses Produkt versprochen wird, dass in der Realität dann aber Kratzer oder Abnutzungen aufweist. Private Verkäufer haben die Hoffnung, dass der Interessent darüber hinweg sieht oder die Mängel gar nicht erkennt. Aber Achtung! Wenn der Interessent erst einmal ein Bild im Kopf hat, welches mit der Realität am Ende nicht im Einklang steht, wird er bei der Besichtigung enttäuscht sein. Um Konflikte und vor allem Zeit beider Parteien zu sparen, muss der Eigentümer das Objekt so neutral wie möglich beschreiben.

Immobilienbesitzer knicken ein

Wenn nach mehreren Besichtigungen sich kein Käufer aufgrund von falschen Hoffnungen findet, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem Hausbesitzer einknicken. Die Folge ist immer die Gleiche: Sie reduzieren den Verkaufspreis massiv und Interessenten haben dann oft das Gefühl bewusst falsch informiert worden zu sein. Ein außenstehender Makler sieht die Immobilie objektiver und weiß genau, was diese Wert ist und in welcher Form Verhandlungsspielraum möglich ist.